Die Änderungen
I. Korrekturen
3.2.2.2 Meißner - Ochsenfeld - Versuch
Zur Weiterführung dieses Experiments unternahmen wir den Versuch den
Magneten vom gekühlten Supraleiter zu nehmen. Die von uns erwartete
Induktion konnte durch eine Magnetfeldmessung des Cuprats bestätigt
werden. Wir kühlten unseren Supraleiter mit Magneten ab und nahmen
beide nach Einstellung der Sprungtemperatur aus dem flüssigen Stickstoff
heraus. Dann zogen wir den Magneten mit der Pinzette weg und legten das
noch gekühlte Cuprat unter die Sonde. Das B - Feld bewegte sich im
Bereich von 0.8 mT - 1.0 mT und somit deutlich höher als beim Versuch
3.2.2.3. Allerdings mußten dabei die thermischen Effekte der Sonde
berücksichtigt werden, da diese allein durch Abkühlung ein Magnetfeld
ausgibt. Somit gestalten sich quantitative Messungen sehr schwer(Anhang
D).
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3.2.2.3 Magnetfeld des Supraleiters ohne äußeres Magnetfeld
Das von uns in der Erstausgabe zu diesen Punkt gezeigte Diagramm muß
als falsch interpretiert werden, da es zum Großteil nur die thermischen
Effekte der B - Sonde(tangential) aufzeigt (der Kurvenverlauf war nicht
durch Literatur zu klären). Durch Verwendung von axialen B - Sonden
gelang uns aber eine Verbesserung der Messung (Anhang E). In diesem Versuchsaufbau
wird die Sonde über dem Supraleiter befestigt. Dieser wird abgekühlt
und unter die Sonde geschoben, ohne diese zu berühren. Das gemessene
Magnetfeld(ca. 0.2 mT) kann allerdings nicht nur mittels Quantenphysik
erklärt werden. Wir nehmen an das unsere Messung auf dem Erdmagnetfeld
beruht und die beschriebenen halbzahligen Flußquanten nur einen fast
unmeßbaren Bruchteil ausmachen. Das Magnetfeld der Erde auszuschalten
ist aber mit schulischen Mitteln nicht möglich.
3.2.2.4 Induktionsversuch am Supraleiter
Die von uns zu diesem Versuch getroffenen Aussagen müssen korrigiert
werden, da wir nicht die Lenzsche Regel beachteten. Wird, wie von uns beschrieben,
der Magnet mittels Pinzette auf das gekühlte Cuprat zu bewegt, kommt
es natürlich zu einem Induktionsvorgang. Nach dem Wegziehen des Magneten
ist natürlich kein resultierendes Magnetfeld meßbar, da sich
die Induktionseffekte gegenseitig aufheben(Hin- und Herbewegen des Magneten).
(Anhang F)
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II. Neuerungen
Wirkungen des Magnetfeldes des Supraleiters auf die Luftfeuchtigkeit
Bei unseren Versuchen fiel auf, daß sich das Cuprat nach der Kühlung
von außen nach innen mit einer weißen Schicht überzog.
Besonders bei unserem Grundversuch war zu sehen, daß solange der
Magnet schwebt, der supraleitende Zustand anhält, es nicht zu diesem
Phänomen kommt. Nach einer gewissen Zeit lief unser Supraleiter an.
Wurde der Magnet über solche Stellen gelegt, fiel er herunter, über
schwarzen Stellen schwebte er aber noch. Unserer Meinung nach handelt es
sich bei dieser Schicht um Wasser, bedingt durch die Luftfeuchtigkeit.
Eine Erklärung dieses Phänomens suchten wir im Dipolcharakter
des Wassers. Nach dem Erreichen der Sprungtemperatur werden natürlich
zuerst die äußeren Bereiche des Cuprats erwärmt. In gekühlten
Bereichen aber stoßen sich die Wasserteilchen, durch das Magnetfeld
des Supraleiters, gegenseitig ab - es kommt zu keinem Überzug. Erst
bei Überschreiten der kritischen Temperatur kommt es zu einer völlig
weißen Schicht.
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(c) ERG Saalfeld, Oliver Otto, letztes Update: 11.02.1998